Aids > Übertragungswege

46664.biz Nelson Mandela Südafrika - Aids Übertragungswege

Südafrika AIDS - Übertragungswege vom HIV Virus - HI-Viren

Das HI-Virus wird durch den Kontakt von Körperflüssigkeiten übertragen. D. h. es muss eine Flüssigkeit mit einer genügend hohen Konzentration an HI-Viren in den Körper eindringen. Zu den Körperflüssigkeiten zählen Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit und Muttermilch. Zwar sind die Viren auch in anderen Körperflüssigkeiten (Kot, Tränen, Urin, Speichel) vorhanden, allerdings in einer geringeren Konzentration, sodass sie für eine Ansteckung nicht ausreichend sind.

Zur Zeit (Ende 2007) leben etwa 33 Millionen Menschen weltweit mit diesem tödlichen HI-Virus. Die Hälfte der Infizierten gehöhren dem weiblichen Geschlecht an. Denn bei Frauen liegt das Risiko sich bei ungeschützem Sex mit einem infizierten Mann anzustecken höher, als ein Mann bei einer infizierten Frau.

Die tödliche Viruskonzentration im Blut ist kurz nach der Ansteckung sehr hoch, sie nimmt dann durch die Bildung von Antikörper ab und ist am Ende der Krankheit wieder erhöht.

AIDS - Übertragung durch Geschlechtsverkehr

Am häufigsten findet eine Übertragung durch Vaginal-, Anal-, oder Oralverkehr ohne Verwendung eines Kondomes statt. Kommt es zum direkten Kontakt der infizierten Körperflüssigkeit (mit dem männlichen Samen, oder der weiblichen Scheidenflüssigkeit) besteht ein erhöhtes Risiko der Ansteckung. Dabei muss eine ausreichende Konzentration an HI-Viren in der Flüssigkeit vorliegen.

Liegt bereits eine andere Geschlechtskrankheit vor, ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit HIV um ein vielfaches höher. Auch der Geschlechtsverkehr während der Monatsblutungen bei der Frau bürgt ein erhöhtes Risiko.

Sollte man den Verdacht haben, sich angesteckt zu haben, so kann innerhalb von 72 Stunden nach einer Übertragung über Schleimhäute und 24 Stunden nach einer intravinösen Übertragung eine mögliche Infizierung entgegengewirken. Diese medikamentöse Behandlung dauert 28 Tage.

AIDS - Übertragung während der Schwangerschaft

Die Ansteckung eines ungeborenen Kindes durch eine infizierte schwangere Frau liegt bei entsprechender Behandelung (durch die Verabreichung bestimmter Medikamente und eine Geburt per Kaiserschnitt) bei etwa 2 Prozent. Sie darf dann aber ihr Kind nicht Stillen, da hier ein erhöhtes Rikso der Ansteckung besteht. Deswegen wird als Prophylaxe in der Schwangerschaft HIV-Tests empfohlen.

AIDS - Übertragung durch den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen

Bei der gemeinsamen Benutzung von kontaminierte Spritzen bei dem intravinösen Drogenkonsum haben sich gerade in der Anfangszeit viele Infiziert. Wird eine infizierte Nadel oder Spritze erneut von einer anderen Person verwendet, so kann das infizierte Blut direkt in Blutbahn des gesunden Menschen eindringen. Auch bei Ärzten und Krankenwestern bzw. Pflegern besteht hier ein erhöhtes Risiko der Ansteckung.

AIDS - Übertragung durch infiziertes Blut

Das Risiko sich bei einer Bluttransfusion anzustecken ist seit 1985 relativ gering. Obwohl im Blut die Konzentration sehr hoch ist. Seit 1985 wird in einem Routineverfahren das Blut auf HI-Viren getestet. Eine Restgefahr bleibt allerdings durch das Zeitfenster, welches zwischen der Ansteckung und dem Nachweis der HIV-Antikörper liegt.

Keine Gefahr einer AIDS Erkrankung besteht bei:

  • Schweiß, Tränen
  • Hautkontakt (Händeschütteln, Umarmungen)
  • Sauna und Schwimmbad
  • Toiletten
  • Küssen und Zungenküsse
  • Insektenstiche
  • Türklinken, Telefonhörer
  • Piercing, Tätowierung (unter Einhaltung der Hygienevorschriften)
  • Husten, Niesen
  • Urin, Kot

AIDS - Risikogruppen

HIV und AIDS ist ein weltweites Problem, es gibt kein Land in der es die Krankheit nicht gibt.

Bei der Einstufung, ob bestimmte Menschen besonders gefährdet sind oder nicht, ist generell zu sagen, dass jeder Mensch zur Risikogruppe gehört, sobald er / sie ungeschützen Geschlechtsverkehr hat. Wobei es einzelne Personenkreise gibt, die stärker von einer HIV-Infizierung betroffen sind. Aber hier ist wieder nach Herkunft zu unterscheiden. Generell kann man sagen, dass in der westlichen Welt besonders homosexuelle (oder bisexuelle) Männer mit dem tödlichen Virus angesteckt sind. Sie üben öfters Sexpraktiken (ungeschützter Analverkehr) aus, welche eine HIV-Infizierung fördern kann. Desweiteren kommt es in der Schwulenszene häufiger vor, dass Partnerwechsel und anonymer Sex stattfinden.

Eine weitere größere Gruppe sind intravenöse Drogenabhängige, durch die gemeinsame Nutzung von kontraminierten Spritzen. Da aber auch viele Drogenanhängige der Beschaffungsprositution nachgehen, sind diese Personen doppelt gefährdet. Prostituierte und Strichern allgemein zählen zu den betroffenen Personen. Zusätzlich ist die Möglichkeit einer Infizierung durch bereits vorhandene andere Geschlechtskrankheiten (Herpes, Syphilis) oder verletzten Schleimhäuten deutlich höher.

In Südafrika sind vor allem Frauen der gefährlichen Krankheit ausgesetzt. Besonders bei junge Frauen im Alter von 20 bis 30 ist der Anteil der HIV Infizierungen am höchsten. Hier führen verschiedene Faktoren zu einer solch hohen Zahl. Viele Männer in Südafrika leben in einer Polygamie und gerade frisch infizierte sind höchst ansteckend, so kann sich der Virus unaufgehalten verbreiten. Eine weitere Tradition ist, dass eine Witwe direkt nach dem Tod ihres Mannes, von einem seiner Brüder oder Cousins geheiratet wird. Wodurch sich auch hier wieder HIV ausbreitet. Durch den schlechten sozialen Stand der Frau wird diese oft zum Sex gezwungen, Vergewaltigungen (auch Kindesmissbrauch) kommen hier leider sehr häufug vor. Die Zahlen sind erschreckend, alle 35 Sekunden wird eine Frau vergewaltigt. Armut ist oft der Auslöser und zwingt die Frau zur Prostitution. Frauen haben wenig in diesen Breiten zu sagen, so wird es auch nicht passieren, dass eine Frau über Safer Sex spricht, geschweige denn ihn ausübt. Ein Irrglaube unter den Südafrikanern besagt, dass man von HIV geheilt werden könne, sobald man Sex mit einer Jungfrau habe. Gerade dadurch sind vor allem junge Frauen / Mädchen betroffen. In Südafrika haben die Jugendlichen sehr früh ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Durchschnittliche erleben junge Frauen ihren ersten Sex mit 17 Jahren, bei den Männer ist es mit 16,4 Jahren.

mehr zu dem Thema HIV / AIDS in Südafrika erfahren Sie hier:

 

Zurück >>> Aids in Südafrika  >>> AIDS Krankheitsverlauf