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Steve Biko

  • Geburtsdatum: 18. Dezember 1946 
  • Geburtsort: King William's Town (Eastern Cape)
  • Geburtsname: Stephen Bantu Biko
  • Todestag: 12. September 1977

Steve Biko war einer der bedeutsamsten Politiker in Südafrika im Kampf gegen die weiße Regierung. Er strab in einer Gefängniszelle in Pretoria.

Er ist am 18. Dezember 1946 in King William's Town im heutigen Ostkap in Südafrika als drittes Kind geboren. Schon im Schulalter began sein politisches Interesse, besonders der Apartheidspolitik. Er fängt 1966 ein Studium für Medizin an und studierte an der 'University of Natal Medical School' (Universität der Black Section). Sein politisches Engagement entwickelte sich immer mehr, so wurde er während seiner Zeit als Medizinstudent Mitglied in der National Union of South African Students (NUSAS). Doch diese Union hatte zu viele weiße liberale Mitglieder im Gegensatz zu schwarzen Studenten, so dass diese nicht für die Rechte der schwarzen einstehen würden. Deshalb trat er zurück und wurde Mitbegründer der 1969 geründeten South African Students' Organisation (SASO). Er wurde auch direkt bei der Eröffnung zum Präsidenten gewählt. SASO stellte unter anderem Rechtshilfe für das benachteiligte schwarze Mehrheitsvolk bereit und appellierte an die schwarze Bevölkerung aktiv gegen die Apartheid vorzugehen. 1972 wurde er von dem Medizinstudim exmatrikuliert, aufgrund seiner politischen Aktivitäten. Biko setzte sich für die schwarze Bevölkerung ein und forderte sie auf ein stärkers Selbstbewusst aufzubauen, denn nur mit Stolz und Ehre könnte man gegen die Unterdrückung ankämpfen. Für ihn war damit der Freiheitskampf begonnen. Diese Bewegung verlief erfolgreicher als zunächst angenommen und so wurde im Juli 1972 die Black Community Program (BCP) gegründet. Obwohl er immer gewaltfrei agierte, aber dennoch seine Bekanntheit zunahm, wurde er für das weiße Regime ein Dorn im Auge. Er wurde von der Regierung unter Arrest gesetzt. Von nun an durfte er sich nur noch in King William's Town aufhalten und sich nur noch eingeschrängt unterhalten.  Dennoch gründete er einen weiteren Sitz der BCP in seiner Heimatstadt, um dort weiter seiner Ideologie folgen zu können. Im Jahr 1975 wurde ihm dann ganz politisches Handeln verboten. Davon ließ er sich aber nicht zurückweisen und er wurde im selben Jahr noch Mitbegründer des 'Zimile Trust Fond'. Diese setze sich für politisch Gefangene und ihre Familien ein. Sein eigensinniger Wille und sein unermüdlicher Kampf wurden ihm mit dem Amt des Ehrenpräsidenten der BCP gedankt. In den Jahren wurde er mehrmals inhaftiert und wieder freigelassen. Im August 1977 wurde er aufgrund der Verletzung seiner Auflagen in Port Elizabeth inhaftiert. Während seinem Verhör am 07. September 1977 wurden ihm schwere körperliche Verletzungen zugefügt. Der behandelte Arzt ignorierte zunächste seine Verletzungen.  Am 11. September wurde er auf einer 12 stündigen Fahrt in ein Krankenhaus in Pretoria gebracht. Er lag nackt und ohne medizinische Betreuung auf der Ladefläche des Wagens. In der Zelle des Gefängniskrankenhauses erlag er alleine am 12. September 1977 seiner schweren Kopfverletzungen.

Die Südafrikanische Minister von Justice, James (Jimmy) Kruger, gab am 13. September seinen Tod bekannt. Er sagt aus, dass Steve Biko in folge eines Hungerstreiks gestorben sei. Helen Zille, die heute Bürgermeisterin von Kapstadt, wurde damals als Journalistin der 'Rand Daily Mail' mit dem Fall beauftragt. Sie veröffentlichte in dem Blatt einen Artikel über die wahren Umstände zum Tod von Steven Biko. Donald Woods war ebenfalls als Journalist an der Aufdeckung über die Wahrheit beteiligt. Er verfasste das Buch  'Steve Biko - Stimme der Menschlichkeit' und erweckte damit weltweites Aufsehen.  

Gedanken und Texte von Steve Biko

  • Die Stärke einer Bewegung beruht auf dem Fakt, dass sie tatsächlich Gewohnheiten der Leute ändern kann. Diese Änderung wird nicht von Gewalt bewirkt, sondern durch Hingabe und moralische Überzeugung.
  • Die stärkste Waffe in den Händen der Unterdrücker, sind die Gedanken der Unterdrückten.
  • Schwarz ist wunderschön
  • Es ist besser für eine Idee zu sterben, als für eine Idee zu leben, die sterben wird.

 

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