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Das Leben auf Robben Island während der Apartheid
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Seit 1961 wurde Robben Island wieder als Gefängnis, bzw. für die Verbannung von politischen Anti-Apartheid-Aktivisten und Krimminellen genutzt. Für die Häftlinge war das Leben auf der Insel eine einzige Tortur und Demütigung. Es wurden auch strikt die politischen von den restlichen Gefangenen getrennt und sie durften auch keinen Kontakt zueinander haben. Dazu dienten auch zwei von einander getrennte Pausenhöfe.
Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen erzählen die heutigen Führer die Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß - schwarz waren die Insaßen und weiß die Wärter.
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Gemeinschaftszelle auf Robben Island
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Gemeinschaftszelle auf Robben Island
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Zunächst mussten die Gefangenen unter schlechten Bedingungen im Kalksteinbruch arbeiten. Dieser Stein wurde u. a. für das Castle of Good Hope abgebaut. Unter der brennenden Hitze und wegen des feinen Sandstaubes, verletzten viele ihr Augenlicht. So auch Nelson Mandela, er leidet heute noch darunter. Des weiteren waren sie nur spärlich bekleidet und mussten auf einfachen Strohmatten auf dem kalten Steinboden schlafen. Die Schwarzen Gefangenen unter ihnen bekamen auch auf Robben Island deutlich die Apartheid zu spüren. Ihre Gefängnisuniform bestand lediglich aus einer dünnen kurzen Shorts, einem Hemd und Schuhe ohne Strümpfe. Die Farbigen hatten immerhin eine lange Hose zur Verfügung und durften Socken tragen. |
46664 - Sträfling Nelson Mandela
| Nelson Mandela kam als 466. Gefangener im Jahre 1964 auf Robben Island in der Sektion B an. Mit den Worten "Dies ist die Insel. Hier werdet ihr sterben!", wurde er auf Robben Island empfangen. Er war somit nur noch die Sträflingsnummer 466/64 (four, double six, six four). Er wurde in dem 'Rivonia-Prozess' 1963 des Hochverrats und der Sabotage schuldig erklärt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Zuvor hatte die Regierung das Geheimquatier der damals verbotenen Partei ANC, in Rivonia (nähe Johannesburg) entdeckt. Aufgrund der Rassendiskriminierung verteidigte sich Nelson Mandela vor Gericht selbst. Und so wurde er im Juni 1964 verurteilt. |
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Robben Island - Gefängnis
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46664 - Nelson Mandela
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Es ist eine winzige 2 mal 2 große Zelle. Auf dem Boden liegen Flizdecken, ein Blecheimer diente als Toilette und an der Wand hängen Metallkästen, indem Bücher verstaucht wurden. Ein kleines vergittertes Fenster spendete ihm ein wenig Tageslicht. Er und seine anderen Mitgefangenen verbrachten täglich 16 Stunden in diesem kargen Räumen. Hier saß Mandela 18 Jahre lang, bevor er in das Hochsicherheitsgefägnis nach Pollsmoor verlegt wurde.
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Die Haftbedingungen waren menschenunwürdig und erniedrigend. Sie durften lediglich 1 mal im Monat einen Brief versenden oder empfangen. Diese wurden zudem noch vorher kontrolliert und gegebenfalls verkürzt, sollte er über 500 Wörter enthalten. 2 mal im Jahr durften die schwarzen Insassen für 30 Minuten Besuch empfangen. Doch auch in der Haft konnte und wollte Mandela sich nicht als Opfer ergeben und führt auch hier den Kampf gegen die Apartheid und somit gegen die Rassendiskriminierung fort.
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Robben Island
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Robben Island
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Durch jahrelangen Kampf, Protesten und Hungerstreiks konnten aber dennoch einige Haftbedinungen zu Gunsten der Gefangenen erleichtert werden. Es wurde für bessere Kleidung, Sitzmöglichkeiten in der Zelle, mehr Decken und besseres Essen gekämpft. Es wurden sogar 1971 die Arbeiten im Steinbruch abgeschafft und sie hatten dann auch die Möglichkeit Lesen und Schreiben zu lernen und zu studiern. Durch die starke Isolation auf der Insel wurden teilweise auch Freundschaften zwischen Wärter und Häftlinge geschlossen. Von ihnen wurden dann auch die Gefangenen unterrichtet und sie erhielten Nachrichten von der restlichen Aussenwelt. |
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